Der älteste bekannte Name der Burg ist Ry, der Name Tellen erscheint erstmals 1352. Baujahr und Bauherren sind nicht bekannt, erste urkundlich bekannte Besitzer sind im 13. Jahrhundert die Freiherren von Kien. 1400: Bern erwirbt die Herrschaft Frutigen, der Ry wird ausgebaut zu einer stattlichen Burg. Die Ringmauer wurde beim Ausbau als Aussenmauer für Wohnhäuser benutzt, deren Dächer sich an die breiten Flächen des mit einem Pultdach versehenen Turmes anlehnten. Bis 1798, dem Untergang der alten Eidgenossenschaft, war der Bau der Sitz der bernischen Kastlane. Die Burg umfasste u.a. mehrere Gefängnisse und wurde laufend ausgebaut respektive musste repariert werden. 1863 kauft die Gemeinde Frutigen vom Staat das Schloss und 30 Jucharten Land für 20'000 Franken. Es wird als Armenhaus genutzt, bis es am 20. Oktober 1885 niederbrennt. 1886 beschliesst die Gemeindeversammlung, das Schloss nicht mehr aufzubauen, in den nächsten Jahrzehnten verfällt die Ruine zusehends. Dann wird ein Komitee gegründet, das den Erhalt dieses Wahrzeichens sicherstellt.
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