• 1877: Geboren in Frutigen als ältester Sohn von acht Kindern eines Bäckermeisters.
  • 1880: Die Familie zieht nach Thun und eröffnet dort eine eigene Bäckerei.
  • 1892: Beginnt beim Vater eine Bäckerlehre, die er nach wenigen Wochen abbricht.
  • 1892–1897: Fotografenlehre beim Thuner Fotografen Jean Moeglé. Nach dem Tod der Mutter muss Steiner die Lehre unterbrechen, um in der Munitionsfabrik Geld zu verdienen.
  • ca. 1897: Eintritt ins international bekannte Atelier des Genfer Fotografen Fred Boissonnas.
  • 1898–1901: Tod des Vaters. Rückkehr nach Thun und Übernahme der Bäckerei bis 1901. Wird Mitglied des Schweizerischen Alpenclubs und unternimmt in der Freizeit zahlreiche Bergtouren. Fotografiert im Hochgebirge. Steiner sehnt sich nach künstlerischer Tätigkeit ohne Kommerz. Er setzt sich intersiv mit religiösen Fragen auseinander und findet aus christlichem Glauben zu einer sehr persönlichen Naturverehrung.
  • 1901: Wiederaufnahme der Arbeit in Boissonnas Genfer Grossbetrieb. Mehrwöchige fotografische Expedition für Boissonnas in den Bergen um Chamonix.
  • 1904: Eigenes Fotostudio in Genf. 1. Preis für «Freilichtstudien» an Zürcher Ausstellung.
  • 1905: Eröffnung eines Fotostudios in Bern mit Bruder Hermann.
  • 1906: Übersiedlung nach St. Moritz; Anstellung beim Fotografen und Maler Walther Küpfer. Steiner entdeckt die Engadiner Landschaft auf sonntäglichen Bergtouren. Seine Landschaftsbilder finden guten Absatz, der blühende Tourismus trägt zum wirtschaftlichen Erfolg bei.
  • 1909: Eröffnung eines eigenen Fotostudios in St. Moritz, Ausstellung eigener Arbeiten.
  • 1910: Meisterkurs in München.
  • 1910: Ehe mit Helene Hirsbrunner, die wesentlich zum Aufbau eines lukrativen Postkartenhandels beiträgt. In den folgenden Jahrzehnten wird Steiner zum wichtigsten Bildlieferanten für die Engadiner Tourismuswerbung. Zwischen 1911 und 1920 kommen fünf Kinder zur Welt: Hans, Albert, Margrit, Fritz, Heidi.
  • 1914: Ausbruch des Ersten Weltkriegs; zahlreiche Diensttage als Fotograf und Festungspionier.
  • 1915: Zusammen mit dem Fotografen Robertson Eröffnung eines gemeinsamen Ateliers für Porträtaufnahmen, das bis ca. 1919 besteht.
  • 1917: Bei militärischer Erkundungsmission im Gebirge gerät Steiner für drei Wochen in italienische Kriegsgefangenschaft.
  • 1924: Eröffnung eines Ateliers in den Räumen des ehemaligen Restaurants «Innfall». In den 20er Jahren fotografiert Steiner im Auftrag des Elektrizitätswerks St. Moritz wiederholt die Eisbildung im St. Moritzersee zu wissenschaftlichen Zwecken. Aufträge für Engadiner Grand-Hotels. Der Kurverein St. Moritz bietet Originalfotografien von Steiner zum Kauf an.
  • 1927: Engadiner Landschaften mit Begleittext von Erwin Poeschel.
  • 1930: Ausstellung «60 auserlesene Oberengadiner Sommerbilder» im Grand Hotel St. Moritz. Schnee Winter Sonne mit Text von Felix Moeschlin. Steiners Landschaftsbilder finden internationale Verbreitung in Büchern und Zeitschriften.
  • 1937: Karl Foerster, Albert Steiner, Blumen auf Europas Zinnen.
  • 1938: Die vier Jahreszeiten. Wort und Bild mit Texten von Gottardo Segantini.
  • 1939–1944: Massiver Auftragsrückgang aufgrund des Zweiten Weltkriegs.
  • 1950: Selbstmord des Sohns Fritz während des Aktivdienstes.
  • um 1944: Serie über Stauseen und andere Anlagen der Kraftwerke Oberhasli im Auftrag der Bernischen Kraftwerke AG. Bernische Kraftwerke und Kraftwerke Oberhasli mit Beiträgen Steiners (1946).
  • 1948: Winter-Olympiade in St. Moritz. Steiners Fotografien werden in zahlreichen Werbeprospekten und Broschüren für Tourismus und Sport verwendet.
  • 1949: Übergabe des Geschäfts an Sohn Hans; Übersiedlung mit Gattin nach Frutigen.
  • 1965: Tod Albert Steiners.