Kohlenabbau im Frutigland

Der Abbau von Kohle im Kandertal ist seit 1759 belegt, wonach damals Johann Klopfer von Frutigen zur Kohlenausbeutung auf der Kandergrundallmend eine Konzession erwarb. Wie ihm blieben auch den nachfolgenden Unternehmen die grossen Erfolge versagt.

Die Kohlenot im 2. Weltkrieg brachte das Kohlevorkommen im Kandertal wieder in Erinnerung. In den drei Kandergrunder Gruben Lindi, Horn und Schlafegg wurde während des Krieges in grösserem Umfang Kohle abgebaut. In der Grube Lindi förderten von 1940 bis1946 etwa 70 Arbeiter rund 27'150 Tonnen Kohle, in der Grube Horn waren es von 1941 bis 1947 bis zu 218 Personen, die eine Menge von 55'150 Tonnen erzielten und in der Grube Schlafegg betrug die Ausbeute von 1943 bis 1946 insgesamt 18'144 Tonnen.

Wenn auch von geringer Qualität halfen die rund 100'000 Tonnen Braunkohle aus dem Kandertal den Engpass während der Kriegsjahre zu verringern. Verbrannt wurde das schwarze Gold vor allem in den chemischen Betrieben in Basel. Nicht unbedeutend war auch der Verdienst der vielen Beschäftigten in den Gruben während den wirtschaftlich schwierigen Kriegsjahren.

Historische Bilder der Grube Schlafegg

Bilder der Grube Schlafegg von 2011

Historische Bilder der Grube Lindi

Historische Bilder der Grube Horn

Bilder der Grube Horn von 2011

Informationen

Näheres zu den Kohlegruben ist im Frutigbuch und in der Broschüre «Frutiger Schiefer und Kandergrunder Kohle» zu lesen. Erhältlich im Kiosk

Die Ausstellung 2004 befasste sich mit dem Schiefer- und Kohleabbau im Frutigland

Luisa Karrer hat die Gruben Horn und Schlafegg in den Jahren 2011 und 2014 besucht, fotografiert und beschrieben, in welchem Zustand sich Gänge und Schächte befinden (Fotos siehe Bildergalerie)

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